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Nikon FE – war preiswert, handlich und zuverlässig
Ende der 70er Jahre entstand bei Profis und Amateuren die Nachfrage nach einer Kamera mit Zeitautomatik. So brachte Nikon 1978 die FE auf den Markt. Belichtungszeiten von 1/1000 bis 8 Sekunden waren damals ausreichend. Produkte sind inzwischen für einen Schundpreis erhältlich. Für die FE muss man immer noch etwas mehr auslegen. Und man verstehe mich nicht falsch: "Gehobenere" Nikons zu sammeln ist nicht billig; und zudem hat man keine Gewähr, dass sie ihren materiellen Wert behalten. Die wirklich begehrenswerte Occasions-F100 kostete vor zwei, drei Jahren noch rund 600 Franken, etwa einen Fünftel des Neupreises. Jetzt ist sie für wenig mehr als die Hälfte zu haben. Ähnlich, aber schon etwas weniger krass sieht es sogar beim "Nikon-Flaggschiff" F5 aus. NACHTRAG
Bild oben und unten: Unverhofft hat die oben beschriebene Nikon FE Gesellschaft erhalten von einem Exemplar, das sogar noch besser aussieht; gemäss Vorbesitzer seien jedoch die langen Zeiten nicht mehr so präzise, weil der Body jahrelang nicht mehr benutzt worden sei. Die Abweichungen können aber nicht sehr gross sein.
FE10 – die Nikon, die eigentlich eine Cosina ist und den Autofokus verschmäht
1997, gleichzeitig mit dem Flaggschiff F5, begann Nikon eine für die neuere Zeit völlig untypische Kamera zu verkaufen: die Nikon FE10, nur manuell zu fokussieren, ihr Filmtransport erfolgt von Hand über einen Schnellschalthebel. Wie die FE sollte sie eine preiswerte, handliche und zuverlässige Kamera sein. Spartanisch ausgestattet, sollte sie Nikon-Qualität repräsentieren, war aber ein ein Cosina-Produkt
Sie bietet: mittenbetonte Integralmessung, manuelle Belichtungseinstellung, Zeitautomatik, einen elektronisch gesteuerten vertikal ablaufenden Schlitzverschluss, Zeiten von 1 bis 1/2000 sec. bei manuellem Belichtungsabgleich und 8 bis 1/2000 sec. in Zeitautomatik sowie ''B''. Die Blitzsynchronisationszeit beträgt 1/90 sec.
Aus einem Erfahrungsbericht: "Alles manuell. Dafür ist sie sehr klein und handlich, teilweise für etwas grössere Hände oder in der Eile der Situation fast zu klein, insbesondere das Einstellrad für die Belichtungszeiten... Ansonsten lassen die Belichtungszeiten und Blenden fast) keinen Wunsch (für "Normalanwender") offen. Ich habe nun mehrere Dutzend Rollen Film mit "der Kleinen" verschossen und bin immer wieder überrascht, wie problemlos sie selbst härtere Behandlungen übersteht und wie zuverlässig sie zu handhaben ist."
Ich kann punkto Robustheit nicht mitreden, weil ich diese wirklich gefällige Kamera noch nicht strapaziert habe. Vielleicht ginge es mir wie mit der F301, die ich völlig unterschätzt habe.
Ein anderes Praxisurteil >>>
Siehe Peter Lausch / Siehe Nikon / Siehe Wikipedia / Siehe Übersetzung |
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