ERNST GIGER

MEINE INSTAMATIC-KAMERAS VON KODAK

SAMMLUNGS-

ÜBERSICHT

 

Auf eine Foto-Vergrösserung, die wohl einmal als Vorschlag für eine Instamatic-Werbung vorgesehen war, habe ich meine fünf Instamatic-Exemplare gelegt. 

Instamatic-Kameras, einst Kodaks letzter Schrei, "Millionen Freunde gewonnen"

Man kann ja nicht alles haben. Vor allem habe ich nie daran gedacht, dass ich mich einmal mit Instamatic-Kameras auseinandersetzen würde. Manchmal kommt es einfach anders: unversehens sind fünf Exemplare bei mir gelandet. Eine ist eine Pocket mit extrem kleiner Filmgrösse. Eine von über 50, die von Kodak in den 60er- und 70er-Jahren auf den Markt geworfen wurden. "Gewöhnliche" Instamatic gab es sogar über 100!

Soll man daraus schliessen, die Instamatic sei eine Erfolgsgeschichte gewesen? Ich weiss nur noch, dass ernsthafte Amateure damals die Nase rümpften und mit dem Hauptargument für die Kassetten-Kameras nicht viel anfangen konnten: sie seien für Leute gedacht, die Mühe mit dem Filmeinfädeln hätten. Nun, es ist wahrscheinlich auch Profis hin gelegentlich passiert, dass ein Film nicht hundertprozentig richtig oder gar keiner eingelegt war. (Mir ist beides geschehen. Wie habe ich mich damals doch geärgert:  an einem Anlass in der Evangelischen Kirche Amriswil machte Bundesrat Nello Celio spontan eine Flanke über die Abschrankung vor den Bankreihen ... und ich den Schuss des Lebens; als ich wenig später den Film entwickeln wollte, war da keiner in meiner Minolta.) Nun, vielleicht waren die Instamatic narrensicher, aber es blieben halt in aller Regel sehr dickbauchige unförmige Kistchen mit wenig Möglichkeiten. 


100: GB und USA, 1963, mit versenkbarem Blitzreflektor (üblich waren Blitzwürfel)

Unten: Preis anfangs der 60er-Jahre: 49.50 DM, Kassette 126, Blitwürfelautomatik, 1/40 und 1/80 sec, Fixfocusobjektiv ab 1.2 m, Doppelbelichtungssperre, heller Sucher, 110x70x53mm, 210g 

133: Deutschland, 1968 – 70 ... Werbung von Kodak im Blick auf die photokina 68: "Die erfolgreichste Kamera der Welt in ihrer schönsten Form: KODAK INSTAMATIC, neu in der Form, elegant bis ins Detail, so präsentiert Ihnen KODAK  drei neue INSTAMATIC-Kameras. Wir haben zwar vieles an unseren neuen Kameras geändert, aber eines konnten wir nicht besser machen: KODAK-Filmkassette nur heineinlegen und – auslösen. Und ein Bild wird so gut wie das andere. Daran liegt es auch, dass KODAK INSTAMATIC Cameras Millionen Freunde gewonnen haben."

224: 1965 – 68 in Deutschland hergestellt, mit verstellbarem Reomar 5.6/38mm

233: 1968 bis 1970 gebaut, aber wo? 78 DM, Reomar 6,6/41, Belichtung nach Wetterwahl-Symbolen, Leuchtrahmensucher, Schnellaufzug, Doppelbelichtungsspeerre, 110x70x61, 240 g

Verstellbares Objektiv an der 233.


Rückseite der Filmkassette für die meisten Instamatic-Kameras

Filmkassette mit Filmfenster 28x28mm

Pocket Instamatic 200, Negativgrösse 13x17mm, 1972-74 hergestellt in Deutschland

Und noch eine Pocket 300, Zugang anfangs Oktober 08

Hier noch ein Ausschnitt aus einem Wikipedia-Beitrag: "Deswegen schuf Kodak einen Kassettenfilm, den man einfach nur in die Kamera einlegen und dann solange transportieren musste, bis das Zählwerkfenster eine 1 anzeigte. Am Ende des Films angelangt, brauchte man wiederum nur einige Male zu transportieren, dann erschien ein "////////"-Muster im Fenster, und man konnte die Kassette entnehmen. Alles war dabei so konstruiert, dass man einerseits mit möglichst simpler Kameratechnik auskam und andererseits dem Benutzer bequemstes Fotografieren ermöglichte."

Da sind noch einige dazugekommen:

Oben: 333-X electronic auf einem anderen Plakat-Entwurf für Instamatic-Kameras, 1970, Deutschland

Kodak Tele-Instamatic 530 mit zwei Brennweiten und gängigem Blitzschuh (hier nicht sichtbar)

Siehe      Instamatic 25     Instamatic 233X     814    Werbefilm     

(Einige Links mussten gelöscht werden, weil die entsprechenden Seiten nicht mehr aufgerufen werden können.)

 

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