ERNST GIGER

MEINE SUCHERKAMERAS: YASHICA ELECTRO 35 UND EZ-MATIC

 

SAMMLUNGS-

ÜBERSICHT

 

 

Warnlampen im Sucher und auf der Oberseite

Yashica Electro 35 – ein Sucherkamera-Juwel mit Seltenheitswert   (1966)

 

Ein bemerkenswert lichtstarkes und aufwendiges Objektiv

Da habe ich mir vor einiger Zeit eine solche Mühe gegeben, diese Kamera eingehend zu beschreiben Wie das geschehen konnte, ist mir schleierhaft; aber sowohl der Text als auch die provisorisch gestaltete Seite sind unauffindbar. Leider. Computers Wege sind verschlungen … 

Ausgerechnet bei einem Lieblingsobjekt eine solche Panne! Ich empfinde die Electro 35 als Bilderbuch-Sucherkamera, eigenwillig, schwer, raffiniert, und sie taugt erst noch etwas: ein Film war richtig belichtet. – Sie gehört wirklich zu den ergatterungswürdigen oder Unbedingt-Haben-Müssen Objekten.

Die Entfernungsmesser-Basis beträgt 3.5cm und ist im Vergleich zu den Contax II, III und ihren Nachbauten von Kiev  (10cm) bescheiden, trotzdem kann man sehr genau messen.

Angaben in wenigen Zeilen:

  • Color Yashinon DX 45 mm f/1.7, 6 Linsen in 5 Gruppen. 55 mm-Filtergewinde.

  •  Elektronisch gesteuerter Copal-Zentralverschluss; mehrere Minuten bis 1/500 + B. Selbstauslöser.

  •  CdS-Zelle neben dem Sucher undausserhalb des Filtergewindes. Zeitautomatik mit Blendenvorwahl, kein manueller Modus. Filmempfindlichkeit 25 bis 1000 ASA.

  •  Gekuppelter Mischbild-Entfernungsmesser. Einstellbereich 0.8 m bis unendlich.

  •  Leuchtrahmen-Sucher mit Parallaxenausgleich. Warnlampen bei Überbelichtung und Verwacklungsgefahr.

  •  Blitzsynchronisation bei allen Verschlusszeiten.

  •  Aufklappbare Rückwand. Schnelltransporthebel. Rückspulkurbel.

  •  Ziemlich spezielle PX 32 Quecksilber (5.6 V)

Yashica produzierte bis 1977 eine ganze Reihe ähnlicher Kameras. Im Online-Verkauf dauert es Wochen oder gar Monate, bis wieder einmal eine Electro 35 auftaucht. 

Englische Beschreibung  >>>    Beschreibung von Erik Fiss  >>>     Guide >>>

BILDBEISPIEL MIT AUSSCHNITT

Eigene Aufnahme mit der Electro 35 und einem Colorfilm von Fuji mit 400 ASA. Unten ein Ausschnitt, ebenfalls auf eine Breite von 600 Pixel reduziert. Die stürzenden Linien sind nicht der Kamera anzulasten. Die Abbildungsqualität ist meiner Meinung nach verblüffend gut.

 

 

Gleiche Daten wie oben, jedoch Aufnahme mit offener Blende; auch hier: die doch ziemlich extreme Ausschnittvergrösserung ist von der fehlenden Zeichnung in den Geranienblüten noch brauchbar.

 

WERBUNG DAMALS

Werbung 1969, Electro ohne G(old)-Symbol

Werbung 1973, vielfältiges Yashica-Programm

Yashica EZ-matic für 126er Filmpatronen

28x28mm (126er-Film) /  Yashinon f/2.7, 37 mm  / Copal 1/30 - 1/600, B

1965/66

vorn

Erstaunlich gross für das kleine Filmformat, schwer, "knubbelige Erscheinung", hervorstechendes Merkmal sind die um das Objektiv angeordneten Selenzellen; die Kamera ist äusserlich sehr gut erhalten, aber ...

oben

... der schöne Schein trügt: der Belichtungsmesser zeigt immer die gleichen Werte an, der  Verschluss lässt sich Zeit fürs Schliessen Zeit, zu viel Zeit. Das Sucher-Innere ist sehr ähnlich wie beim Vivitar 35EE, rote Balken zeigen Über- und Unterbelichtung an. Ein Mittenkontakt fehlt, das fehlende zweite Fenster verrät: auch ein Messucher ist nicht vorhanden.

hinten

Angeblich sei dieses Modell das einzige von Yashica für den 126er Film

offen

Die Rückkwand wird nach linkgs geföffnet, der Filmaufzughebel ist unten angebracht, und weil der Schwung sehr kurz ist, ist das ungewohnt, aber gar nicht so ohne.

seite

Der Selbstauslöser funktioniert noch, und auch hier ist zu sehen: die Belederung ist in einem Topzustand.

 

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