ERNST GIGER

DIVERSE ROLLFILM-KAMERAS 

 

SAMMLUNGS-

ÜBERSICHT

 

Baldixette 3-8, etwa 50jährige einfache

Springtubus-Kamera für Rollfilme

Zuerst einmal: beim Lippischen Kameramuseum ist ein schöneres Exemplar beschrieben und abgebildet.  >>> 

Die Aussenansicht meines Exemplars ist bis auf einige kleine Roststellen passabel. Innen sieht es übler aus. Da begreift man denn auch, warum der Tubus sich nicht herausziehen lassen will. Mit ziemlich kräftigen Drücken auf eine Innenwand gelingt es denn doch; und erst jetzt zeigt es sich: es ist ja eine Kamera für 6x6-Negative.

(Die Firma Balda in Bünde hat unter anderem auch Gehäuse für die Minox 35 Reihe und einen Minox-Nachbau hergestellt.)


 

 

Bilora Bella 66 - 3 – wenig Möglichkeiten,

gepflegte Erscheinung, solide Machart

 

Bilora 66: Merkwürdig ist, dass sie mit vielen verschiedenen "Kleidern" produziert wurde

 

Typ: Rollfilm;  Negativformat: 6 x 6;  Baujahr: 1959 - 60;  Objektiv: Rodenstock-Achromat 8;

Verschluss: B, 1/50, 1 / 100;  Sucherkamera 120;  Auslöser vor Sucher;  Oberteil in Stufen;

Name unter Objektiv in schwarz

 

 

Die Rückseite mit geschmolzenem Glas im Filmfenster – Kamera ohne Rückdeckel

 

Zubehör: graue Plastic-Tasche in ordentlichem Zustand

 

Gleicher Name, anderes Aussehen >>>     Blaue Bella für 127er-Filme >>>

Bilora Bella 44 - 2  >>>      BILORA, Kürbi & Niggeloh, Radevormwald >>>

 


Ferrania Jbis aus Italien

Die Ferrania Ibis mit ausziehbarem Tubus und der Linse Primar 1:9 ist schwerer und solider gebaut als sie aussieht. Sie wurde um 1950 in Italien gebaut für 127er Film und die Bildgrösse 4x6 cm. Die Bildbühne ist wie bei anderen Kameras mit sehr einfachem Objektiv deutlich gewölbt, damit möglichst wenig Unschärfen in den Ecken entstehen. Speziell ist die Belichtungstabelle auf dem Sucher. – Es gibt noch einige andere Ibisse von Ferrania. Dieses Modell ist im Katalog von Kadlubek nicht aufgeführt.
Baujahr: 1950 / Film: 127 /  Bildgrösse: 4 x 6cm / Verschluss: Rotary Disk /
Objektiv: Primar 1:9  / Andere Ferrania Ibis
>>>



Kera Super – wirklich eine Rarität?

Weder im Internet noch in der Fotobibel von Kadlubek habe ich bisher irgend etwas über diese Kamera gefunden. Für sachdienliche Hinweise wäre ich also dankbar.

Die gewölbte Filmbühne deutet auf ein Billigstobjektiv in einer Billigstkamera: Lux Spezial mit Meter-Markierung, Verschluss 1/30, 1/60 und B, Schieber für einen Filter, Schieber für Sonne oder Schatten, Blitzschuh ohne Mittenkontakt, Blitzbuchse am Objektiv, Vermerk Made in Germany ... trotz des griechisch klingenden Namens.


 

 

 


 

Kodak Brownie Starmite aus der Star-Serie

Kunststoffkamera für Rollfilm 127 (4x4), Blitzreflektor für Blitzbrinen eingebaut, Dakon-Objektiv,  1960 bis 1967 hergestellt in den USA

Kodak Brownies gibts fast wie Sand am Meer >>>

Ein Exemplar mit dem Kleber "Optik, Foto, Kino Rudin-Koch, Winterthur/Obertor 44" habe ich in einer Schachtel mit Foto-Ramsch gefunden. Bei der zweiten ist das Lederetui besser erhalten als die Kamera.


 

Richard GuGo mit ausziehbarem Tubus

Vermutlich 1955 produziert von Goldammer in Frankfurt und unter der Handelsmarke Richard vertrieben. Im Katalog von Kadlubek sind zwei ähnliche Kameras mit anderen Objektiven abgebildet. Kurt Tauber besitzt eine einfachere GuGo. An meinem Exemplar fehlt der Schriftzug Richard ganz rechts.



Vredeborch Felica und Stafetta-duo
gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen


Felica und Stafetta duo 

Die Felica ist eine einfache Rollfilmkamera mit gekrümmter Filmbühne für 12 Aufnahmen 6x6 der deutschen Firma Vredeborch GmbH in Nordenham, hergestellt ab1957. Sie ist mit einem Verschluss für B, 1/25 und 1/50 Sekunde ausgestattet. Frontlinseneinstellung ist möglich von 1,5 Meter bis unendlich. Zwei Blendenöffnungen werden mit den Symbolen Sonne und Wolke angezeigt. Mit einem kleinen Hebelchen im Zahnradlook kann ein eingebauter Gelbfilter hinter der Linse eingeklappt werden. Die Kamera ist meistens mit einem grauen Kunststoff-Bezug versehen, soll es jedoch auch in Schwarz geben. Sie weist einen Zubehörschuh und ein Stativgewinde auf.

Die Stafetta-duo unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von der Felica. Doch da ist ein messingfarbener Rahmen am vorderen Sucherglas, das Gelbfilter-Hebelchen ist schwarz und ... nun doch ein wichtiger Unterschied ... auf der Rückseite kann von 6x6 auf 4x4 umgestellt werden.

Hans-Dieter Götz erwähnt in seinem doch ziemlich umfassenden Werk "Die Box-Kameras Made in Germany" von den beiden nur die Felica. Anscheinend ist kaum mehr zu überblicken, unter welchen Namen felica-ähnliche Kameras von Vredeborch hergestellt wurden. Ich kenne inzwischen nur einen weiteren Namen: Vredeborch Reporter Junior II. Nicht klar ist, warum diese Kameras mit Voigtländer in Verbindung gebracht werden.

Rückseiten von Felica und Stafetta duo