Malaria

Malaria ist eine vorwiegend in den Tropen auftretende Infektionskrankheiten, welche bei Menschen und Säugetieren, Vögeln und Reptilien durch den Befall eines Einzellers der Gattung Plasmodium ausgelöst wird. Die von Stechmücken der Gattung Anopheles übertragene Krankheit, die ohne Behandlung mit Medikamenten tödlich verlaufen kann, stellt sowohl für die Einwohner der betroffenen Risikoländer als auch für Touristen, welche diese Gebiete besuchen, eine nicht zu unterschätzende Bedrohung dar.

Die im Rahmen einer Semesterarbeit an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen erstellten Seiten zur Malaria sollen die Thematik differenziert, aber in einer allgemein verständlichen Sprache darstellen. Für Lehrkräfte bietet sie darüber hinaus einige Materialien für den Unterricht.

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Vorwort

1995 erhielt ich, im Rahmen eines internationalen Austauschprogrammes für Lehrkräfte, die Gelegenheit, für ein Jahr nach dem westafrikanischen Ghana zu reisen, um dort an einer lokalen Schule zu unterrichten. Zu den Reisevorbereitungen gehörte auch ein Besuch bei einem Tropenarzt, der unter anderem auch das Thema Malaria ansprach. Ob ich im Anbetracht des Langzeitaufenthaltes ein Vorbeugemedikament einnehme, sei meine Entscheidung, meinte der Facharzt, ich solle mich aber vor Ort noch einmal nach der aktuellen Malariasituation erkundigen. Mindestens so wichtig wie die medikamentöse Versorgung sei bei der Malaria aber die Vorbeugung durch entsprechendes Verhalten, d.h. die Vermeidung von Mückenstichen.

Mit diesen und anderen Ratschlägen gewappnet, reiste ich nach Ghana und begegnete dort einer ersten Abwehrmassnahme gegen die Malaria: Die Fenster unserer Unterkunft waren mit den ortsüblichen Fliegengittern versehen und bevor wir die Räume bezogen, wurden diese mit einem Insektenspray behandelt. Als weitere Massnahme diente ein handelsübliches Moskitonetz, welches für einen ruhigen Schlaf sorgte.

Bereits zu dieser Zeit keimten erste Fragen zur Malaria auf. Weshalb hatte der konsultierte Arzt keine eindeutige Empfehlung im Hinblick auf die medikamentöse Vorbeugung abgegeben? Denn im Gegensatz zu mir schluckten die meisten Teilnehmer des Programms in regelmässigen Abständen verschiedene Malariamedikamente.

Obwohl ich auf die medikamentöse Vorbeugung verzichtete erlag hatte ich während meines ganzjährigen Aufenthaltes nur gerade zwei Malariaattacken, die problemlos mit dem ortsüblichen Chloroquin behandelt werden konnten. Dies erstaunte mich insofern, als andere Teilnehmer weit öfter und schwerer erkrankten als dies bei mir der Fall war, und teilweise mehrere Tage lang in Spitalpflege verbleiben mussten. Weshalb erkrankten sogar einige der mir bekannten Einheimischen häufiger und schwerer als ich? Hatte ich einfach Glück oder gab es andere Gründe für die unterschiedliche Anfälligkeit?

Nach meiner Rückkehr in die Schweiz fragten mich viele meiner Verwandten und Bekannten, ob ich an Malaria erkrankt sei und warnten mich auf meine Bejahung hin vor einem Rückfall, der jedoch bis zum heutigen Zeitpunkt nicht eintraf. Meine eigenen Erfahrungen schienen sich also mit dem Wissen oder der Erfahrung anderer Personen nur bedingt zu decken. Als ich dann im Rahmen einer Pädagogikarbeit zum "Bild der schwarzafrikanischen Menschen" in verschiedenen Geographielehrbüchern auf Unterschiede in der Darstellung der Malaria stiess, und in einem Fall die Erläuterungen eindeutig als falsch einstufen musste, erwachte meine Neugier vollends. Was nun also ist Malaria wirklich?

Dieser und anderen Fragen soll diese Arbeit nachgehen. Gleichzeitig bot sich mir mit dieser Arbeit auch die Möglichkeit, meine bisherigen Erfahrungen mit dem Medium Internet zu vertiefen. Ob der Versuch einer differenzierten und gleichzeitig doch verständlichen Darstellung der Malaria mit den Mitteln des Internets gelungen ist, werden die geneigten Leserinnen und Leser dieser Seiten zu entscheiden haben.

Matthias Giger, Oktober 1999

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Bemerkungen zur Arbeit

Durch die Veröffentlichung im HTML-Format des Internets bietet sich die Möglichkeit, weit mehr Verknüpfungen innerhalb des Textes anzubringen, als dies bei einem traditionellen Buchtext der Fall wäre. Verweise müssen nicht lange gesucht, sondern können direkt angesprungen werden. Dadurch wird bei einem geschickten Einsatz der Möglichkeiten beispielsweise das Lesen des Textes auf mehreren Ebenen möglich. Ein gesuchtes Wort kann rasch über die entsprechende Funktionen des benutzen Browsers gefunden werden, ausserdem können Teile des Textes kopiert und beispielsweise in eine Textverarbeitung übernommen werden. Das Medium Internet bietet in diesem Sinn also neue Möglichkeiten.

Neben den Vorteilen ergeben sich aber auch einige Nachteile gegenüber einem traditionellen Buch. So dauert etwa der Aufbau einer Seite am Bildschirm wesentlich länger, als das Umschlagen einer Buchseite. Bildschirmtexte sind wesentlich schwieriger zu lesen als gedruckte Texte. Zudem ist die Orientierung in einem HTML-Text oft schwieriger, als dies bei einem einfachen Buchtext der Fall ist.

Aus diesen Gründen sollen an dieser Stelle der Aufbau der Seiten, die Möglichkeiten des Mediums und einige Besonderheiten, sowie die Anforderungen an den zum Anzeigen der Seiten verwendeten Browser kurz erläutert werden. Falls Sie bereits viel Erfahrung mit Internettexten haben, oder sich einfach einmal den Inhalt der Arbeit genauer anschauen möchten, können sie direkt zum Inhaltsverzeichnis springen.

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Aufbau der Seiten

Alle Seiten ausser der Hauptseite, welche Sie gerade lesen, folgen dem gleichen Aufbau. Ähnlich wie in einem Zeitungsartikel folgt auf den Titel jeweils eine kurze Einleitung, in der die Thematik der einzelnen Seiten erklärt wird. Darauf folgt eine "Orientierung" mit deren Hilfe Sie rasch zu einem Themenbereich innerhalb eines Kapitels springen können. Die einzelnen Themenbereiche, welche den Grossteil der Seite beanspruchen, werden jeweils durch Linien deutlich voneinander abgegrenzt. Innerhalb eines Themenbereiches finden sich teilweise farbig unterlegte Textkasten, die einen Aspekt der Thematik vertieft darstellen. Falls Sie sich dafür nicht interessieren, können Sie diese Textkasten beim Lesen überspringen, denn für das Verständnis des Haupttextes sind diese speziellen Texte nicht nötig.

Am Schluss jeder Seite finden sich neben meiner E-mail Adresse eine Reihe von Sprungfeldern zur Navigation im Text, sowie das Datum der letzten Überarbeitung des betreffenden Teiltextes.

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Möglichkeiten des Mediums

Wichtigstes Merkmal eines sogenannten Hypertextes, also eines Textes, wie Sie ihn gerade lesen, sind die üblicherweise durch Unterstreichungen gekennzeichneten Sprungstellen innerhalb eines Textes. Diese Sprungstellen ermöglichen es Ihnen, direkt zur Stelle zu springen, auf die verwiesen wird, ohne lange nach der betreffenden Stelle zu suchen. Jeden Sprung können Sie durch den Befehl "Zurück" in Ihrem Browser rückgängig machen. Sie können beispielsweise wieder zur bereits gelesenen Textstelle "Aus diesen Gründen sollen an dieser Stelle der Aufbau..." springen. Ein Sprungstelle kann Sie aber auch in die Weiten des Internets führen, wie dies beispielsweise bei den Links im Anhang der Arbeit der Fall ist.

Indem Sie den Text beispielsweise mit der Maus markieren, können Sie ihn über die entsprechenden Menüs ihres Browsers kopieren und in Ihre Textverarbeitung laden. Falls Sie eine bestimmte Textstelle innerhalb einer Seite suchen, können Sie ein Wort daraus über die Suchfunktion des Browser suchen, ohne den ganzen Text noch einmal lesen zu müssen. Falls Ihnen das Lesen des Textes am Bildschirm es empfiehlt sich, das Fenster des Browsers soweit zu verschmälern, dass die einzelnen Textzeilen gut überblickt werden können zu mühsam ist, können Sie ihn über die Druckfunktion auch zu Papier bringen. Sollten Sie die Unterstreichungen der Sprungstellen im Ausdruck stören, so können Sie diese über die Formateinstellungen Ihres Browsers ausschalten. Auch das Abspeichern der einzelnen Texte auf Ihren Computer ist über den entsprechenden Befehl ihres Browser möglich. Dieses Vorgehen empfiehlt sich besonders dann, wenn Sie über eine Telefonleitung mit dem Internet verbunden sind.

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Besonderheiten der Seiten

Neben den üblichen Merkmalen eines Hypertextes weisen diese Seiten eine Reihe von Besonderheiten auf, welche sich einerseits aus technischen Beschränkungen des Mediums ergeben, andererseits aus der Bemühung, die einzelnen Texte leserfreundlich zu gestalten.

Die in der Arbeit vorhandenen Grafik wurden aus technischen Gründen (schnellerer Aufbau der Seiten) in kleiner Auflösung gehalten, d.h. die Auflösung wurde für die Betrachtung am Bildschirm optimiert. Falls Sie für einen Ausdruck eine höhrere Auflösung wünschen, können Sie die Grafiken anklicken und sie damit im für einen Ausdruck geeigneten  PDF-Format des Acrobat Readers herunterladen, vorausgesetzt Sie haben den Acrobat Reader auf Ihrem Computersystem installiert.

Neben den normalen Sprungstellen zu bestimmten Textabschnitten finden sich im Text auch Quellverweise. Die normalerweise im Format [Autor, Jahr, Seitenzahlen] gehaltenen Quellenangaben verweisen auf die entsprechende Stelle im Literaturverzeichnis. Diese Art der Quellenangabe ermöglicht die einfache Auffindbarkeit unterschiedlicher Quellenarten und erleichtert die Aktualisierung von Internetverweisen.

Auf Verweise innerhalb der Texte zum Glossar wurde aus Gründen der Lesbarkeit und da eine Unterscheidung von Verknüpfungen zu Glossareinträgen und Textseiten technisch noch nicht einwandfrei umsetzbar ist, generell verzichtet. Damit Sie die im Glossar festgehaltenen Erläuterungen und Definitionen trotzdem sinnvoll nutzen können, empfiehlt es sich, den Glossartext in einem zweiten Fenster Ihres Browser immer geöffnet zu halten. Dabei kann das Glossarfenster im Hintergrund gehalten und nur bei Bedarf sichtbar gemacht werden.

In Anlehnung an die übliche Textgestaltung wissenschaftlicher Arbeiten wurden alle Artennamen kursiv (Plasmodium falciparum), Personennamen mittels Kapitälchen (RONALD ROSS) hervorgehoben. Alle Literaturangaben, sowie Anmerkungen, beispielsweise in Zitaten, wurden in eckige Klammern gesetzt.

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Anforderungen

Da der Aufbau der einzelnen Seiten bewusst einfach gehalten wurde (z. B. Verzicht auf Frames und andere Möglichkeiten die entweder nicht standardisiert sind oder von älteren Browsern nicht unterstützt werden), sollten diese eigentlich mit jedem Browser gelesen werden können. Bei einem rein textbasierten Browser werden allerdings, die auf einzelnen Seiten vorhandenen Grafiken nicht wiedergegeben, und es können Probleme mit den teilweise im Text enthaltenen Tabellen auftreten.

Zur Anzeige der PDF-Dateien benötigen Sie den Acrobat Reader von Adobe (ab Version 3.01), den Sie kostenlos unter der Adresse www.adobe.com herunterladen können.

Falls Sie Schwierigkeiten mit der Anzeige der einzelnen Seiten haben, senden Sie bitte eine kurze Problembeschreibung und Angaben zum betreffenden Browser an mattgig@freesurf.ch.

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Danksagung

Eine Arbeit wie sie nun hier vorliegt kann nicht ohne Hilfe von aussen geschrieben werden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle all jenen danken, die zum Gelingen beigetragen haben. Besonders möchte ich Herrn Prof. Dr. Kurt Frischknecht von der Pädagogischen Hochschule St. Gallen erwähnen, der mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist. Weitere fachliche Unterstützung habe ich von der Firma Bayer erhalten. Meinen Eltern möchte ich für das Bereitstellen der für die Recherchen notwendigen Telekommunikationsinfrastruktur danken. Nicht zuletzt aber möchte ich meiner Frau Rukaya danken. Sie hat wesentlich zum Gelingen der in Ghana getätigten Recherchen beigetragen und beim Knüpfen von Kontakten zu ghanaischen Schulen mitgeholfen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Bemerkungen zur Arbeit
- Aufbau der Seiten
- Möglichkeiten des Mediums
- Besonderheit der Seiten
- Anforderungen
Danksagung

1. Was ist Malaria?
- 1.1. Malaria?
- 1.2. Wie wirkt sich Malaria aus?
- 1.3. Wie kommt es zu einer Ansteckung?
- 1.4. Wie leben Anophelesmücken?
- 1.5. Wie kann einer Erkrankung vorgebeugt werden?
- 1.6. Welche Länder sind Malariagebiete?
- 1.7. Was müssen Touristen beachten?
- 1.8. Sieben wichtige Punkte zur Malaria

2. Rückblick in die Geschichte der Malaria und historische Behandlungsmethoden
- 2.1. Die Evolution der Malaria
- 2.2. Eine Krankheit verändert die Menschheit
- 2.3. Eine rätselhafte Krankheit
- 2.4. Heilung aus Südamerika
- 2.5. Der Beginn des Verstehens
- 2.6. Neue Medikamente aus dem Chemielabor
- 2.7. Im Kampf gegen Mücken und Parasiten
- 2.8. Zeittafel zur der Geschichte der Malaria

3. Prävention und moderne Behandlung der Malaria
- 3.1. Prävention von Malaria
- 3.2. Diagnose von Malaria
- 3.3. Behandlung von Malaria
- 3.4. Ein Ausblick in die Zukunft

4. Das Krankheitsbild der Malaria
- 4.1. Allgemeine Merkmale der Erkrankung
- 4.2. Grundlegende Mechanismen der Malaria
- 4.3. Malaria quartana
- 4.4. Malaria tertiana
- 4.5. Malaria tropica
- 4.6. Malaria in der Schwangerschaft
- 4.7. Malaria bei Kindern
- 4.8. Zusammenfassung der Erscheinungsformen

5. Soziale und wirtschaftliche Bedeutung der Malaria in Risikogebieten
- 5.1. Malaria behindert die wirtschaftliche Entwicklung
- 5.2. Gefährdete Bevölkerungsteile
- 5.3. Gründe für Malariaepidemien
- 5.4. Folgen von Resistenz gegen Malariamedikamente
- 5.5. Gründe für das Versagen von Kontrollstrategien
- 5.6. Zusammenfassung der Bedeutung der Malaria

6. Lebenszyklus der Malariaerreger
- 6.1. Geschlechtliche Entwicklung in der Anophelesmücke
- 6.2. Ungeschlechtliche Schizogonie im Menschen
- 6.3. Zusammenfassung des Lebenszyklus

7. Ein unwissenschaftliches Nachwort

8. Materialien zum Thema Malaria

9. Literaturverzeichnis
- 9.1. Bücher
- 9.2. Zeitschriftenartikel
- 9.3. Internet
- 9.4. Weitere Quellen

10. Links zur Malaria
- 10.1. Deutsche Seiten
- 10.2. Französische Seiten
- 10.3. Englische Seiten

11. Index und 12. Glossar

13. Malariawörterbuch (Deutsch/Englisch Englisch/Deutsch)

14. Struktur der Malariaseite

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Matthias Giger, Oktober 1999 (Update: 15.02.2002)