 Aus
Dankbarkeit für das von Marcel Müller-Wieland Empfangene weise ich hier
auf den Dokumentarfilm von Hans Peter Scheier hin. EG
Die Freiheit
des Menschen
Dokumentarfilm von Hans Peter Scheier, Syngeneia Filme,
2010.
93 Minuten, Farbe und s/w (Digibeta) mit DVD-Edition.
Der hervorragende Schweizer Pädagoge und Philosoph Prof.
Dr. Marcel Müller- Wieland erzählt heiter, souverän und liebenswürdig, wie
eine vom Kind aus- gehende Schule, eine Schule geistiger Liebeskraft aussehen
könnte. Seine individualisierende und gemeinschafts- bildende Pädagogik bietet im
Kern Lösungsansätze für fast alle aktuellen großen Menschheitsprobleme.
Im Gespräch mit Dr.phil. Ruth Peyer erinnert er
sich an Kinder, Eltern und Lehrende, denen er während seines langen
pädagogischen Wirkens begegnete und helfen konnte. Filmische Beispiele aus
Unterrichtsprojekten zeigen, wie erfüllend und berührend eine solche Schule für
alle Beteiligten sein könnte. Szenen aus Theaterprojekten geben weitere
Einblicke in eine Schule der Gemeinschaft, der Freude und der Liebe. Eine
Schule, die den Kindern Kraft schenkt und jedem mitgibt, was es für sein Leben
braucht.
Die DVD-Edition enthält neben dem Hauptfilm 200 Minuten
zusätzliche Aussagen und Gespräche über viele wichtige Bildungsthemen: Die
Aufgabe der Lehrenden, Vorbild, Erziehung, Intuition, ästhetische Erfahrung,
Schule der Zukunft, Übung, Selbständigkeit, Märchen und Angst, Gewissensbildung
etc. – Auch Dokumen- tationen über konkrete Klassenprojekte (Unser
Schulhaus als Modell) wurden aufgenommen.
Einladung zur Premiere
Ich freue mich, nach drei Jahren intensivster Arbeit
meinen neuen Dokumentarfilm im Filmpodium der Stadt Zürich uraufzuführen:
Ort: Filmpodium, Nüschelerstr.11, 8001 Zürich, Telefon 044 211 66
66
Zeit: März 2011
Information
Wenn Sie an den genauen Vorführungsdaten interessiert
sind, können Sie per Mail an h.p.scheier@bluewin.ch Ihre elektronische Adresse
hinterlegen (Betreff: Film). Sobald das Februar/März-Programm des Filmpodiums
erscheint, werden Sie informiert.
DVD-Bestellung
Bei Hans Peter Scheier, Lahnhalde 25, CH-82OO Schaffhausen, Telefon: +41 52 624 33 57, Mail: h.p.scheier@bluewin.ch
DVD-Edition: 2 Dual Layer-DVDs mit je zwei Schichten
(fast 300 Minuten Laufzeit)
und Booklet mit Fotos.
MARCEL MÜLLER-WIELAND
LEBT SEIT 2009 IN EMDEN (NORDDEUTSCHLAND).
SEIN SOHN JÜRGEN MÜLLER HAT IHM EINE HOMEPAGE GEWIDMET.
>>>
Idiotikon – gedruckt fast unerschwinglich, nun eine ...

Holeie.
Winziger Ausschnitt aus dem Idiotikon mit einer Bemerkung dazu: Als
wir
vor Jahrzehnten noch auf Strassen schlitteln konnten, gehörten viel
Rufen, Quietschen, Gelächter und Geschrei da
zu. Aus purer Freude oder
um andere Strassenbenützer zu warnen, musste
man "holeien". – Wenn der
Begriff noch irgendetwas mit Frau Holle zu tun hätte, würde mich das nicht wundern.
... Gratis-Online-Fundgrube für Schweizerdeutsch-Fans
Bände 1 bis 15: Fr. 525.- / € 353.- pro Band
Das Schweizerdeutsche Idiotikon
"dokumentiert
die deutsche Sprache in der Schweiz vom Spätmittelalter bis in die
Gegenwart, die älteren Sprachstufen genauso wie die lebendige Mundart.
Da der Grundstock des Mundartmaterials in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts dank der Mitarbeit von gegen 400 Korrespon- denten
zusammengekommen ist, kann das Werk sonst kaum beschriebene und heute
weitgehend verschwundene Bereiche der sprach- lichen, geistigen und
materiellen Kultur dieser Zeit besonders gut dokumentieren." Siehe >>>
Gedruckt
ist das Werk für Normalsterbliche kaum erschwinglich. Aber seit Mitte
September 2010 ist es online. Bisher sind Zugriffe auf 150 000
Artikel möglich.
Hier noch einige tierische Müsterchen
Wer
sich zum Esel macht, muess Säck träge. – De Esel mues Haber träge und
Spreu frässe. – Wenn en Esel afangt schreie, stimmet alli andere bii. Mehr ... unter http://www.idiotikon.ch/Register/Bd_1/images/276.html
Es isch kein Ochs, er sei denn e Chalb gsii. –Wer's Glück hät, dem chalberet de Ochs (auch bekannt: de Schiitstock).
Um
keinen falschen Eindruck zu wecken: Sprichwörter und Redensarten fungieren im Idiotikon jedoch unter ferner liefen ...
DA HAT MAN DAS GESCHENK!
Christina Aus der Au, SCHRITTE INS OFFENE, 6/2011 "GESCHENKT"
(Ausschnitt, nähere Angaben unten)
Jetzt beginnt es dann wieder, das Suchen, Grübeln, Wälzen. Was könnte ich dem, was hat die letztes Jahr mir,
was soll ich nur jener? In den Geschäften schreien uns die Auslagen an, in den
Strassen und Zeitungen locken die Plakate und Inserate. Schenken!
Beschrieben ist der Vorgang schnell: Etwas
kaufen oder auch selber machen, einpacken, übergeben. Dahinter aber
lauern Abgründe. Freude bereiten, Liebe zeigen, grosszügig sein? Oder
danebengreifen, Unkenntnis oder gar Gleichgültigkeit offenbaren, kleinlich
sein? Schlimmer noch: den anderen beschämen, ihn sich verpflichten wollen,
korrumpieren?
Das Schenken trägt eine schwere Last. Es
soll leichtfüssig daherkommen, spontan, mühelos. Und es soll gleichzeitig
treffsicher sein, ausgewogen und sorgfältig. Das Richtige zum richtigen
Zeitpunkt an die richtige Person. Schenken ist etwas Gutes und Löbliches, und
es ist etwas Anstrengendes und Gefürchtetes und damit etwas zutiefst
Ambivalentes und Gefährliches. (…)
Schenken heisst auch nicht, sich der überschüssigen
Dinge im eigenen Haushalt zu entledigen, wie es an Tagen der Sperrgutabfuhr
in Form von Tischen und Schränken am Strassenrand mit der Aufschrift «gratis»
geschieht. Beides, Almosen geben und Überflüssiges weggeben, ist löblich,
beides nützt anderen – zumindest kurzfristig. Aber Schenken nützt
nichts und will nichts nützen. Schenken ist ein Akt völliger Freiheit aus
Freude an der Freude des anderen. Wirklich? Da sind wohl manch eine und manch
einer anderer Meinung in der Vorweihnachtszeit, wenn er oder sie zunehmend
gestresst durch die Kaufhäuser irrt, weil Kinder, Mann, Frau, Schwiegermutter
oder Grossvater beschenkt werden müssen.
Pflicht?
Schenken ist also offenbar doch Pflicht, und
dies nicht nur zu Weihnachten, auch am Geburtstag, zur Hochzeit, am Muttertag,
am Valentinstag, zur Taufe, zur Konfirmation — kaum ein Monat vergeht,
ohne dass man für irgendwen unbedingt noch irgendwo ein Geschenk finden muss.
Von wegen Akt völliger Freiheit! Viel eher ein Akt totaler Fremdbestimmung
zwischen den Erwartungen der lieben Verwandten und der Werbung der entsprechenden
Industrie.
Die Tücken des Annehmens
Umgekehrt wird damit auch das Empfangen zur
zwiespältigen
Sache. Musste man sich als Kind früherer Generationen für die kratzigen
selbstgestrickten Unterhosen oder die
gut gemeinten Socken bedanken, so heute für das lehrreiche Buch, die fantasielosen
Blumen, die x-te Krawatte oder den nutzlosen Staubfänger. Die Geschenkannahme
zu verweigern ist undenkbar. Weil Schenken Pflicht ist, ist es das Empfangen
auch.
(Ausschnitt)
INTERNETADRESSE: www.schritte-ins-offene.ch
ADMINISTRATION: a.eggimann@schlaefli.ch
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